Donnerstag, 9. August 2012

Ausflug nach Bremerhaven Teil 1

Am letzten Juli Wochenende ging es mit einer Freundin und meiner Schwester nach Bremerhaven. Eigentlich hatten wir geplant ein Wochenende an der Ostsee zu verbringen, da aber die Wettervorhersage mit Regen und Gewitter für eine Campingreise mit Zelt nicht so verheißungsvoll klang, wurde Freitagabend schnell umgeplant.
Somit ging es Samstagfrüh um 7:30 Uhr Richtung Bremerhaven. Leider fing es auf der Fahrt stark an zu regnen, aber nachdem wir die Autobahn verlassen hatten, wurde es immer weniger. Gegen 10 Uhr kamen wir in Bremerhaven an und als erstes ging es ins Klimahaus. Dort beginnt man eine Reise beginnend in Bremerhaven entlang des Längengrads 8° Ost 34´.
Man durchläuft verschiedene Klimazonen, erlebt hautnah die Temperaturen, sowie die Luftfeuchtigkeit der einzelnen Länder.
Erste Station war Isenthal in der Schweiz, als nächstes Seneghe in Sardinien. In der Themenwelt Kanak in Niger erfuhr man viel über Düre, Weite, Trockenheit, Hitze, Sand und Wind.  Die hohe Luftfeuchtigkeit und die Hitze machten sich recht schnell bemerkbar. Irgendwann war es echt erdrückend und man hoffte inständig, man würde bald weiterreisen ins nächste Land.
Die Reise ging weiter. Bei Dunkelheit (Nacht) ging es durch den Regenwald.Station Ikenge in Kamerun.  Man musste sich seinen Weg durch das Blattwerk bahnen mit den Stimmen der nachtaktiven Bewohner des Regenswaldes.  Sehr schön war auch der Alltag von dem Menschen der Region in einem Dorf dargestellt und weiter ging es über eine Hängebrücke in die Flusslandschaft des Korup Nationalparks.
Nach der Hitze folgte gleich eine richtige Abkühlung der 8° kam in Königin-Maud-Land  Antarktis an.
Kälte, Eis und Schnee aber im wahrsten Sinne des Wortes. Man konnte einiges über eine Polarstation und deren Arbeit erfahren. Sowie sie dort leben und welche Sachen sie im Alltag begleiten.
In Satitoa, Samoa war es dann wieder wärmer. Es war wie im Paradies.



Und es gab viel zu sehen.  Nemo und seine Freunden waren auch vertreten.
In mehreren Großaquarien konnte man die grandiose Unterwasserwelt mit Korallen und Fischen bewundern.


Es folgte Gambell in Alaska. Dort erfuhr man einiges über die Lebensart und die Traditionen der Inseleinwohner, die Yupik. Die hauptsächlich von der Robbenjagd und Walfang leben. Aber diese Lebensweise ist stark vom Klimawandel betroffen.
Und schon waren wir wieder in Deutschland auf der Hallig Langeneß. Dort erlebt man die Ebbe und die Flut am eigenem Leib. Auf einer kleinen Insel wird der Steg durch auflaufendes Wasser geflutet und somit der Weg zurück aufs Festland versperrt. Nach einiger Zeit fließt das Wasser wieder ab und man kommt trockenen Fußes zurück an Land.

Nach dieser Station ist man dann auch wieder in Bremerhaven und hatte alle Wetterphänomene durchgemacht.  Durch Kunstwerke von Bremerhavener Schulen kann man nochmal alle Stationen Revue passieren lassen.


Nach guten 2 1/2 Stunden wurde das Museum verlassen. Es war gerade Hafenfest und somit wurde ein leckeres Krabbenbrötchen verspeist. Zum Nachtisch gab es einen Zucker+Zimt Crepe.

Nach dieser kleinen Stärkung ging es ins Deutsche Auswanderer Haus. Dort war fotografieren verboten, außer man zahlte einen Aufpreis für eine Genehmigung zum Ablichten der Ausstellung. Somit gibt es von diesem Ausflug keine Fotos.
Jeder Besucher bekommt beim Einlass einen Boarding Pass. Dort Inhalten sind zwei reale Personen. Die eine ist ein AUSWANDERER und die andere eine EINWANDERER nach Deutschland.

Über eine iCard kann man an verschiedenen Points einiges über das Auswandern erfahren, sowie die Geschichte der Person, die man auf seinem Pass stehen hat. Ich erfuhr somit die Auswanderergeschichte und deren Schwierigkeiten von Johanna Ostermann.
Es wurden 3 verschiedene Arten von Schiffen dargestellt und wie diese eingerichtet waren, sowie das Leben auf dem Schiff. Über die Einreise bis zum Leben in dem neuen Zuhause.
Man konnte einen Einbügerungstest wie vor 100 Jahren in den USA machen. Ich hatte wohl die Fragen alle zur Zufriedenheit beantwortet und konnte somit in die Usa einreisen.

Nach 150 Jahren Auswanderungsgeschichte kam man über einen langen Flur zu 300 Jahre Einwanderungsgeschichte. Ich erfuhr einiges über das Leben von Melitta Klein. Die bis heute in einem kleinen Dorf in Niedersachsen wohnt. Lauf Auskunft. Wenn man wollte konnte man in einer großen Datenbank selber etwas über seine Familie recherchieren.

Ich muss sagen, mir haben beide Museen echt gut gefallen. Und ich würde sie auf jedenfall weiterempfehlen. Man kann dort selber etwas machen und muss nicht nur stur von Tafeln ablesen.

LG Jules

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